Thalasso im Urlaub

Seit vielen Jahrhunderten nutzen Menschen die Heilkraft des Meeres und genau das ist das Ziel von Thalasso – mit Meerwasser die Gesundheit und das Wohlbefinden zu stärken.
Der Begriff Thalasso leitet sich vom griechischen Wort „Thalassa“ ab, das für das Meer steht. Seit der Mitte des 19. Jahrhunderts wird diese Heilkraft des Meeres auch gezielt therapeutisch eingesetzt. Die Geschichte der Thalasso-Therapie ist lang und soll hier nun im Groben umrissen werden. Die wichtigsten Stationen werden genannt, die erklären, wie es schließlich zu unserer heute bekannten Thalasso-Therapie, wie wir sie aus den Wellnesshotels kennen, kam.

Thalasso
Thalasso im Urlaub


Die Voraussetzung für Thalasso – man erkennt die Bedeutung des Meeres

Das Wasser hatte schon immer eine große Bedeutung für das Leben der Menschen und einen großen Einfluss auf verschiedene Lebensbereiche und auch eine enorme Bedeutung für die Gesundheit der Menschen.
Alte Überlieferungen reichen bis zu 3000 Jahre vor Christus zurück und berichten, dass bereits im alten China Behandlungen mit Algen durchgeführt worden und auch die Griechen, Römer und Ägypter wendeten gern Badekuren als medizinische Therapien an. Hippokrates erkannte schnell, dass „alles Leben aus dem Meer stammt“ und behandelte Krankheiten wie Rheuma und Ischias erfolgreich mit Meerwasser.

Zeitlicher Sprung in das 18. Jahrhundert

Die Algenbehandlungen, die ebenfalls ein wichtiger Bestandteil von Thalasso sind, erlangen Mitte des 18. Jahrhunderts in der abendländischen Kultur an Bedeutung, nachdem ein englischer Arzt verschiedenste Hautkrankheiten durch eine Algenbehandlung heilt. Das Jahr 1793 ist ein großes Jahr für die Anerkennung der Bedeutung des Meerwassers im deutschen Raum, denn in diesem Jahr wird in Heiligendamm das erste deutsche Ostseebad gegründet und die Nützlichkeit von Seebädern für die Gesundheit festgestellt.

Die Meerwassertherapie erhält ihren Namen

Im Jahr 1867 wird erstmals von einer „Thalasso-Therapie“ gesprochen. Der französische Arzt La Bonnadière verwendet ihn, da er die besondere Wirkung des Meerwassers für die Gesundheit und das Wohlbefinden des Menschen erkannte. Der Begriff setzt sich aus den griechischen Wörtern „thalassa“ und „therapeia“ zusammen, die für das Meer und die Pflege stehen.

Die Thalasso-Verbreitung in Deutschland und der Welt

Die Entwicklungen sind über die Jahre immer weiter voran geschritten und so konnte in 1960er Jahren das erste Thalasso-Zentrum entstehen und zwar an der französischen Atlantikküste. Hier sollen die Thalasso-Anwendungen gegen Stress, Übergewicht, Schlafstörungen, Atemwegs- und Hauterkrankungen, Kreislauf- und Stoffwechselstörungen hilfreich sein.

Da die Franzosen früh die Wirkung und Bedeutung des Meerwassers erkannten, konnten bis heute weltweit über 1200 Thalassozentren entstehen, die vor allem in Frankreich zu finden sind. Wenn auch erst etwas später, machte diese Entwicklung nicht vor Deutschland Halt und so entstand im Jahr 1993 das erste Original-Thalasso-Zentrum in Warnemünde. Außerdem gründete sich einige Jahre später der „Verband Deutscher Thalasso-Zentren e.V.“, ebenfalls in Warnemünde.

Thalasso – Angebot moderner Wellnessbereiche

In vielen Hotels entdeckt man unter Wellnessangeboten die Kategorie Thalassoanwendungen, darunter findet man meistens Algenpackungen oder Bäder aus dem heilenden Meerwasser, dessen gesunde Bestandteile die Spurenelemente, Vitamine, Proteine, Mineralien, Aminosäuren, Mineralstoffe wie Kalzium und Magnesium sind. Diese sind vor allem im Wasser, sowie in den Algen, im Meersalz und in Schlick und Schlamm enthalten und machen eine Thalasso-Behandlung zu einer gesundheitsfördernden Anwendung.

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