Wandern im Harz

Urlaub im HarzGelegen zwischen den drei Bundesländern Niedersachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen ist der Harz mit seinem 1142 m hohen Brocken das höchste Mittelgebirge Norddeutschlands und seit 2006 der erste deutsche länderübergreifende Nationalpark.
Bekannt und beliebt ist der Harz sowohl durch die sagenumwobenen Orte, wie dem Hexentanzplatz, der einen besonderen Anziehungspunkt für Touristen darstellt, als auch durch seine wunderschönen Landschaften und die idyllische Natur, die zum Wandern einlädt.
Dem Wanderfreund wird durch das ausgereifte Wegenetz eine Vielzahl an Möglichkeiten geboten, von kurzen Ausflügen durch die Natur bis hin zu ausgedehnten, mehrtägigen Touren quer durch den Nationalpark.
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Wanderungen entlang sagenumwobener Plätze

Ein besonderes Erlebnis ist das Entdecken der heimischen Sagenwelt bei einer kleinen Reise entlang der Bode, die tief in den felsigen Untergrund hineinragt und je nach Witterung mal an einen plätschernden Bach und mal an einen wilden, reißenden Fluss erinnert.
Eine beispielsweise zweitägige Wanderung startet auf dem Hexentanzplatz, der über eine Schwebebahn mit dem Ort Thale verbunden ist und durch ein großes Fest mit buntem Programm in der Walpurgisnacht jährlich eine Vielzahl von Menschen anlockt. Vom dort wird der Wandersmanns mit Hilfe von Wegweiser durch das Bodetal geführt, um den Ausflug schließlich auf der Roßtrappe, einem 403 m hohen Granitfelsen mit einem sagenumwobenen Hufabdruck, der dem Felsen seinen Namen gab, enden zu lassen.
Die Tour ist für Alt und Jung bestens geeignet, da bei eine 2-Tages-Planung pro Tag jeweils nur eine acht Kilometer lange Wanderung notwendig wäre.

Zwischen überirdischen Höhen und unterirdischen Tiefen

Urlaub im HarzMöchte man dem Verlauf der Bode noch etwas folgen, gelangt man über die Talsperre Wendefurth, die als Kraftwerk dient, schließlich zur Rappbodetalsperre, die zu den größten Talsperren in Deutschland zählt und durch ihre Entstehung vor genau 50 Jahren zum Hochwasserschutzsystem des Ostharzes beiträgt.
Von dort aus hat man einen fantastischen Blick in das Bodetal und kann sich ein bisschen Zeit mit Wassersport vertreiben. Neben Sport und Besichtigungsmöglichkeiten der technischen Anlagen ist die Talsperre Startpunkt einer kleinen, etwa neun Kilometer langen Wanderung Richtung Rübeland, wo sich die bekannten Tropfsteinhöhlen, die Baumanns- und Hermannshöhle, befinden. Touristen können dort die Wunder der Natur, die Tropfsteine und die dort ansässigen Bewohner, die Grottenolme, bewundern.

Auf den Spuren der deutschen Geschichte

Eine spezielle Erfahrung ist der Harzer Grenzweg - und zwar nicht nur wegen der wunderschönen und unberührten Natur, sondern auch aufgrund der historischen Bedeutung, denn jahrelang, als Deutschland noch entzweit war, war ein schmaler Steifen des Harzes Grenzgebiet zwischen der DDR und BRD, blieb deshalb auch weitestgehend im natürlichen Zustand und wird aus diesem Grund heute auch häufig als „Grünes Band“ bezeichnet.
Dieser Wanderweg entlang der ehemaligen innerdeutschen Grenze startet im Norden in der Kleinstadt Ilsenburg, führt über zahlreiche ruhige Pfade und grüne Täler zu der Zwischenstation Sorge, wo man die letzten geschichtlichen Überreste in Form von Wachtürmen und Grenzsicherungen begutachten kann und endet im Süden im Luftkurort Walkenried.
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Hinauf in die Harzer Höhen

Urlaub im HarzFür diejenigen, die sich mehr als einen Tagestrip durch die Natur wünschen, ist der Harzer-Hexen-Stieg die perfekte Alternative zu den genannten Wanderrouten, denn diese Strecke hat eine Länge von 94 km und es sollten fünf bis sechs Tage für die Tour eingeplant werden. Beginnen kann man die Wanderung in Osterode, das im Westen des Harzes liegt, um nach einer knappen Woche in verträumten Wäldern, felsigen Berglandschaften und mittelalterlichen Städtchen das im östlichen Harz gelegene Thale zu erreichen.
Einer der Höhepunke der Tour bildet die Besteigung des Brockens, der, falls einen doch einmal die Kraft verlassen sollte, auch über die Brockenbahn, einer der berühmten Harzer Schmalspurenbahnen, erreichbar ist. Der Abstieg zwischen den schattigen Nadelbäumen mit kleinen Bächen, romantischen Wegen und felsigen Schluchten ist jedem Naturfreund zu empfehlen.

Entdecken Sie selbst die einzigartige Natur und erleben Sie den Harz in den schönsten Wandermonaten. Wenn Sie noch festes Schuhwerk einpacken, steht Ihrer Entdeckungsreise nichts im Wege.

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